Menschenkette gegen Atomkraft von Aufkirchen nach Berg

Plakat zur Menschenkette
Plakat zur Menschenkette

Nicht an drei Standorten, wie fälschlicherweise in der Tagesschau berichtet, nein- an vier Plätzen fanden am 24.4. - dem bundesweiten Aktionstag gegen Atomenergie-Protestkundgebungen statt. Neben der 120 km langen Menschenkette zwischen Brunsbüttel und Krümmel und der Protestaktion in Biblis fanden sich, organisiert von dem Ortsverband der Berger SPD, 150 Kernkraftgegner in Berg am Starnberger See zu einer beeindruckenden Demonstration zusammen. Beginnend am Denkmal von Oskar Maria Graf in Aufkirchen, der, auf einem Koffer sitzend, die rote Fahne der SPD in der Hand, bestimmt mit dabei gewesen wäre, zog sich eine Menschenkette etwa einen Kilometer bis nach Berg hinunter.


Sissi Fuchsenberger, Ortsvereinsvorsitzende der Berger Sozialdemokraten: "Nie hätte ich damit gerechnet, dass gerade in Berg, das gemeinhin nicht als Hochburg der SPD gilt, so viele Menschen unserem Aufruf folgen würden, gegen diese menschenverachtende und veraltete Technologie zu demonstrieren!"

Der Bundestagsabgeordnete der SPD, Klaus Barthel, wies auf die Folgen einer Laufzeitverlängerung für die (noch) boomende Solarenergiewirtschaft hin. "Jetzt werden Weichen gestellt für die Zukunft!"

Neben vielen erprobten Kämpfern aus der Wackersdorf Generation ("Wenn ich hier nicht dabei gewesen wäre, hätte ich ein schlechtes Gefühl gehabt, und so musste ich nicht bis nach Schleswig-Holstein reisen!", wie eine Demonstrantin bemerkte), beteiligten sich auch viele Jugendliche und junge Eltern mit Kindern an der Aktion.

Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt Atomkraft ab und will, dass die AKWs vom Netz gehen. Auch und gerade in einer der schönsten Gegenden des Freistaates, wo sich weit und breit kein Atomkraftwerk oder Endlager befindet, beobachten die Menschen sensibilisiert die Entscheidungen der schwarz-gelben Regierungen in Bayern und im Bund.

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